Diamantenpreise
Mehr lesen
Diamantenbetrug vermeiden: Was Sie vor dem Kauf wissen sollten
Ein Leitfaden aus dem Inneren des Antwerpener Handels
Der Kauf eines Diamanten ist eine große Entscheidung, und die meisten Risiken sind für den Käufer unsichtbar. Der Stein sieht gleich aus, ob er ehrlich graduiert wurde oder nicht, ob er behandelt wurde oder nicht, ob der Preis fair ist oder doppelt so hoch.
Wir handeln seit 1986 in Antwerpen mit Diamanten und sehen immer wieder dieselben sechs Tricks. Unten wird jeder mit einem Beispiel und einem einfachen Schutz erklärt. Danach folgen die Warnzeichen eines unseriösen Verkäufers und wie Sie den Ruf eines Händlers prüfen, bevor Sie bezahlen.
In diesem Leitfaden
Die 6 häufigsten Diamantenbetrügereien
Labordiamanten als natürlich verkauft
Labordiamanten haben dieselbe chemische Zusammensetzung wie natürliche, werden aber in wenigen Wochen hergestellt und kosten nur einen Bruchteil. Ein unseriöser Verkäufer muss die Herkunft nur verschweigen.
Beispiel: Ein 1-Karäter mit Spitzenfarbe und -reinheit zu einem Preis, der zu gut ist, um wahr zu sein. In Wirklichkeit ist es ein Labordiamant, verkauft als natürlicher Stein.
So schützen Sie sich: Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass der Diamant natürlich ist, und prüfen Sie, ob das Zertifikat das ebenfalls sagt. Seriöse Labore wie das GIA vermerken die Herkunft auf jedem Zertifikat und lasern Labordiamanten entsprechend.
Überbewertung
Bei der Überbewertung wird ein Diamant besser beschrieben, als er ist. Meist steckt ein Zertifikat eines nachsichtigen oder unbekannten Labors dahinter.
Beispiel: Ein Stein, verkauft als Farbe D, Reinheit VS1. Vom GIA nachgeprüft, liegt er zwei oder drei Grade tiefer, und sein Wert sinkt entsprechend.
So schützen Sie sich: Akzeptieren Sie nur Zertifikate von Laboren, denen der Handel selbst vertraut, etwa dem GIA. Vergleichen Sie den Preis mit einem Stein derselben Grade von diesem Labor.
Verschwiegene Rissfüllung
In den Diamanten wird eine Substanz gespritzt, die Risse und Einschlüsse verdeckt, damit er reiner wirkt. Gefüllte Diamanten sind deutlich weniger wert und brauchen besondere Pflege, da Hitze die Füllung beschädigen kann.
Beispiel: Ein Diamant mit erstaunlich hoher Reinheit für seinen Preis. Unter der Lupe verrät ein farbiges Aufblitzen in den Rissen die Füllung.
So schützen Sie sich: Fragen Sie direkt: „Wurde dieser Diamant in irgendeiner Weise behandelt?“ Die Antwort gehört auf die Rechnung und auf das Zertifikat.
Der Steintausch
Man zeigt Ihnen einen wunderschönen Diamanten, gefasst oder verschickt wird aber ein schlechterer.
Beispiel: Sie wählen im Geschäft einen Stein, und der Ring, der aus der Werkstatt zurückkommt, trägt einen schwächeren, den Sie mit bloßem Auge nicht unterscheiden können.
So schützen Sie sich: Die meisten GIA-zertifizierten Diamanten tragen auf der Rundiste eine winzige Laserinschrift mit der Zertifikatsnummer. Lassen Sie sie sich unter der Lupe zeigen, vor und nach dem Fassen.
Investment-Versprechen
Manche Verkäufer treiben den Preis mit dem Versprechen in die Höhe, der Diamant werde im Wert steigen. Das eigentliche Problem ist der Einzelhandelsaufschlag: Ein zum vollen Ladenpreis gekaufter Diamant lässt sich meist nur deutlich günstiger wieder verkaufen, oft nur zur Hälfte.
Beispiel: Ein Stein, verkauft zum doppelten Handelswert, „weil die Preise steigen werden“. Wenn Sie verkaufen möchten, bietet Ihnen kein Händler auch nur annähernd den Kaufpreis.
So schützen Sie sich: Fragen Sie, was der Stein im Handel wert ist, und vergleichen Sie mit einer Preisliste auf Rapaport-Basis. Ihr Geld schützt, wer nahe am Handelspreis kauft, nicht Versprechen über die Zukunft.
Kreditfallen im Juweliergeschäft
Manche Geschäfte bieten bequeme Monatsraten an, um einen Diamanten zu verkaufen, den Sie sich eigentlich nicht leisten können. Zinsen und Gebühren können den tatsächlichen Preis stark erhöhen.
Beispiel: Ein Ring für 5.000 €, der am Ende des Kreditvertrags weit über 6.500 € gekostet hat.
So schützen Sie sich: Lesen Sie zuerst alle Kreditbedingungen, einschließlich Zinssatz und Gesamtrückzahlungsbetrag. Sind sie auf Papier nicht klar, lassen Sie es.
So erkennen Sie einen unseriösen Verkäufer
Die meisten Betrügereien hinterlassen dieselben Spuren. Auf diese Warnzeichen sollen auch unsere eigenen Kunden achten:
- Zu gut, um wahr zu seinNatürliche Diamanten werden zu einem Weltmarktpreis gehandelt. Rabatte von „50 %“ oder „70 %“ gibt es im echten Handel nicht; es gibt sie nur auf Preise, die vorher aufgebläht wurden.
- Keine TransparenzEin ehrlicher Händler erklärt Zertifikat, Preis und Bedingungen und beantwortet jede Frage. Vage oder ausweichende Antworten sind ein Warnsignal.
- Druck, sofort zu entscheiden„Ein anderer Käufer ist interessiert“ oder „dieser Preis gilt nur heute“ sind klassische Taktiken. Ein seriöser Verkäufer lässt Ihnen Zeit.
- Keine Adresse, kein TelefonEin echtes Unternehmen hat eine Adresse, die man besuchen kann, und eine Telefonnummer, unter der jemand antwortet. Vorsicht bei Verkäufern, die nur online existieren.
- Schlechte oder fehlende BewertungenSuchen Sie den Verkäufer auf Google Maps und Trustpilot. Viele Beschwerden oder gar keine Spuren sollten Sie misstrauisch machen.
- Hauseigene ZertifikateEin Zertifikat, das das verkaufende Geschäft selbst ausstellt, ist nicht unabhängig. Bestehen Sie auf einem Zertifikat eines anerkannten Labors.
So prüfen Sie den Ruf eines Händlers
- BewertungenBeginnen Sie mit Google Maps und Trustpilot, den beiden meistgenutzten Plattformen. Lesen Sie auch die negativen Bewertungen und schauen Sie, wie das Unternehmen darauf antwortet.
- Mitgliedschaft in einer DiamantenbörseAntwerpen hat vier Diamantenbörsen, deren Mitglieder einen strengen Verhaltenskodex einhalten müssen. Fragen Sie den Händler, welcher Börse oder welchem Berufsverband er angehört; ein echtes Mitglied sagt es Ihnen sofort. Das Antwerp World Diamond Centre (AWDC) hilft Ihnen, das zu prüfen.
- VertrauenssiegelSiegel wie Antwerp’s Most Brilliant erhalten nur Antwerpener Juweliere, die strenge Standards für Qualität, Ethik und Transparenz erfüllen.
- Schriftliche Bedingungen und GarantienLassen Sie sich vor dem Bezahlen Rückgaberecht, Garantie und Rückkaufbedingungen schriftlich geben. Ein Händler, der nichts schriftlich festhalten will, sagt Ihnen damit schon etwas.
- Vertrauen Sie Ihrem InstinktLernen Sie den Händler kennen, vor Ort oder per Videoanruf. Ein vertrauenswürdiger Händler zeigt Ihnen, wie Diamantpreise funktionieren, lässt Sie durch die Lupe schauen und erklärt, warum Schliff und Fluoreszenz den Preis ebenso beeinflussen wie die 4C. Hören Sie dann auf Ihr Bauchgefühl: Wenn ein Angebot zu gut wirkt, um wahr zu sein, oder sich am Gespräch etwas falsch anfühlt, gehen Sie ruhig. Es gibt genug ehrliche Händler, Sie müssen nichts überstürzen.
So schützen wir unsere Kunden bei Ajediam
Wir haben diesen Leitfaden geschrieben, weil diese Tricks dem ganzen Handel schaden. So arbeiten wir:
- Diamanten mit Zertifikaten anerkannter Labore wie dem GIA, die Zertifikatsnummer abgeglichen mit der Laserinschrift.
- Wir sind auf natürliche, unbehandelte Diamanten spezialisiert. Labordiamanten oder behandelte Steine verkaufen wir nur auf Wunsch unserer Kunden, und dann steht das immer sowohl auf der Rechnung als auch auf dem Zertifikat.
- Preise erklärt anhand der Preislisten des Handels, damit Sie genau sehen, wofür Sie bezahlen.
- 15 Tage Rückgaberecht, eine Garantie für natürliche Diamanten und eine lebenslange Rückkauf- und Wiederverkaufsgarantie.
- Eine echte Adresse in Antwerpen, wo Sie uns besuchen und Ihren Diamanten sehen können, bevor Sie sich entscheiden.
Ein Diamantkauf sollte Freude machen und kein Glücksspiel sein. Nehmen Sie sich Zeit, stellen Sie Fragen, und gehen Sie, wenn sich etwas falsch anfühlt. Und wenn Sie eine zweite Meinung zu einem Stein oder einem Angebot möchten, hilft Ihnen unser Team gern.
Direkt aus dem Antwerpener Diamantenhandel seit 1986. Wir beschaffen natürliche und farbige Diamanten zu Handelspreisen und kaufen Diamanten zu ihrem fairen Marktwert zurück.
